Ein Faden Safran reist oft weit, bevor er in deiner Küche landet. Zwischen der Ernte in Iran oder Afghanistan und dem Verkauf in Deutschland stehen meist mehrere Zwischenhändler. Safran und fairer Handel gehören deshalb enger zusammen, als viele Käufer vermuten. Wer versteht, wie der Handel abläuft, erkennt auch, warum Preis und Herkunft des Gewürzes so unterschiedlich ausfallen.
Was bedeutet fairer Handel bei Safran überhaupt?
Die Begriffe „fairer Handel“ und „direkter Handel“ klingen ähnlich, meinen aber nicht dasselbe. Direkter Handel heißt: Erzeuger verkaufen ohne Zwischenhändler an den Käufer. Fairer Handel im engeren Sinn, etwa mit einem Fairtrade-Siegel, geht weiter. Er regelt zusätzlich Mindestpreise, Arbeitsbedingungen und Umweltstandards und wird extern kontrolliert. Laut fair-einkaufen.com kann direkter Handel Teil des fairen Handels sein. Er erfüllt dessen Kriterien aber nicht automatisch. Für dich als Käufer lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Steht auf der Verpackung ein Siegel, oder wirbt ein Anbieter nur allgemein mit Direktbezug?
Wie viele Stationen ein Safranfaden normalerweise durchläuft
Der Iran erntet rund 90 Prozent des weltweiten Safrans, meist in den Chorasan-Provinzen nahe der afghanischen Grenze. Von dort geht die Ware aber selten direkt zum Endkunden. Spanien importierte 2024 rund 90 Prozent seines gehandelten Safranwerts aus dem Iran. Das Land verpackte die Ware um und verkaufte sie weiter. Die ursprüngliche Herkunft blieb für Endkunden dabei oft unklar. Jede zusätzliche Handelsstufe kostet Geld und schmälert dadurch den Anteil, der bei den Erzeugern ankommt. Zudem wird die Herkunft umso schwerer nachvollziehbar, je länger die Handelskette ist. Als Käufer zahlst du am Ende nicht nur für den Safran selbst. Du zahlst auch für jede Station, die er auf dem Weg zu dir durchläuft.
Wer den Safran tatsächlich erntet
Safran ist reine Handarbeit. Für ein Kilogramm braucht es laut Schätzungen zwischen 150.000 und 200.000 Blüten und 400 bis 600 Arbeitsstunden. In der afghanischen Provinz Herat übernehmen laut der Welthungerhilfe Frauen rund 95 Prozent dieser Arbeit. Dazu gehören das Pflücken der Blüten, das Zupfen der roten Narben und das Verpacken. Landesweit arbeiten Schätzungen zufolge etwa 80.000 Frauen im afghanischen Safransektor. Diese Arbeit ist anstrengend und zeitintensiv, während die Erzeugerinnen am Ende der Handelskette oft am wenigsten vom Verkaufspreis erhalten. Deshalb setzt direkter Handel genau an diesem Punkt an.
Das Beispiel Conflictfood: Direkthandel ohne Zwischenhändler
Wie direkter Handel in der Praxis aussehen kann, zeigt das Berliner Unternehmen Conflictfood. Es bezieht Safran von einem Frauenkollektiv in der Provinz Herat. Laut goodimpact.eu zahlt das Unternehmen seit Jahren einen Preis, der etwa ein Drittel über dem lokalen Marktpreis liegt. Die Frauen investieren einen Teil des Erlöses in die Schulbildung ihrer Kinder. Einen weiteren Teil stecken sie in neue Blumenzwiebeln für die nächste Ernte. Zwischenhändler sind dabei nicht beteiligt. Dadurch bleibt ein größerer Anteil des Verkaufspreises direkt bei den Erzeugerinnen, statt unterwegs auf mehrere Handelsstufen verteilt zu werden.
Fairer Handel als wachsender Trend bei Gewürzen
Der Wunsch nach nachvollziehbarer Herkunft betrifft längst nicht nur Safran. In Deutschland gibt es mittlerweile über 2.000 Produkte mit Fairtrade-Siegel, darunter auch Kräuter und Gewürze. Du findest sie in Supermärkten, im Naturkosthandel und in Weltläden. Parallel dazu wächst die Zahl kleinerer Direkthandel-Anbieter. Sie verzichten bewusst auf ein Siegel und werben stattdessen mit konkreten Partnerschaften vor Ort. Beide Modelle verfolgen aber ein ähnliches Ziel. Erzeuger sollen einen größeren und planbareren Anteil vom Verkaufspreis erhalten, statt von schwankenden Weltmarktpreisen und anonymen Zwischenhändlern abhängig zu sein.
Was das für Safran von Saffron King bedeutet
Saffron King bezieht seinen Safran direkt von Plantagenbesitzern in Iran und Afghanistan, ohne Zwischenhändler dazwischen. Das ist Direkthandel, kein zertifizierter fairer Handel mit Siegel. Saffron King trägt deshalb kein Fairtrade-Logo und will diesen Eindruck auch nicht erwecken. Entscheidend ist stattdessen das Prinzip dahinter. Der Safran stammt immer von der neusten Ernte. Der Weg zum Erzeuger ist kurz, und die Ware kommt bereits verzollt bei dir an. Dadurch weißt du als Kunde genauer, woher dein Safran kommt, als bei anonymer Handelsware über mehrere Zwischenstationen.
Fairer Handel bei Safran beginnt also nicht erst bei einem Siegel auf der Verpackung. Er beginnt bei der Frage, wie viele Hände ein Produkt durchläuft und wer davon profitiert. Je kürzer dieser Weg, desto eher kommt ein fairer Anteil bei den Erntehelferinnen an.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und erstellt und vor Veröffentlichung von Saffron King redaktionell geprüft.

