Safran aus Afghanistan: Was den Safran aus der Provinz Herat auszeichnet

Safran aus Afghanistan: Erntehelferinnen bei der Arbeit auf dem Safranfeld

Wenn du nach Safran aus Afghanistan suchst, stößt du schnell auf einen Namen: Herat. Die westafghanische Provinz hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Safran-Anbaugebiete der Welt entwickelt. Sie liegt direkt neben dem traditionellen Anbauzentrum im benachbarten Iran. Saffron King bezieht seinen Safran von Plantagenbesitzern in beiden Ländern. Grund genug, sich anzusehen, was den afghanischen Safran ausmacht und wie er im Vergleich zum iranischen abschneidet.

Safran aus Afghanistan: Erntehelferinnen bei der Arbeit auf dem Safranfeld
Die Safranernte in Herat findet größtenteils in Handarbeit statt, überwiegend durch Frauen.

Safran aus Afghanistan: Wie der Anbau in Herat zurückkehrte

Der moderne, exportorientierte Safrananbau in Afghanistan ist noch jung. Vor rund 22 Jahren begannen Landwirte im Bezirk Ghoryan der Provinz Herat, wieder Safran anzubauen. Viele von ihnen hatten den Anbau zuvor als Geflüchtete im Nachbarland Iran erlernt. Nach ihrer Rückkehr brachten sie das Wissen mit. Was mit wenigen Feldern begann, wuchs seither deutlich. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) stieg die afghanische Safranproduktion seither stark an. Sie kletterte von rund 2 Tonnen im Jahr 2001 auf etwa 35 Tonnen im Jahr 2020. Landwirte bauen Safran inzwischen in mehreren afghanischen Provinzen an, das Zentrum bleibt aber Herat.

Sieben Bezirke, ein Anbaugebiet

Herat ist keine einheitliche Anbaufläche, sondern ein Zusammenschluss mehrerer Bezirke: Injil, Karukh, Guzara, Pashtun Zarghun, Zendeh Jan, Ghoryan und Obeh. Jeder Bezirk hat leicht unterschiedliche Boden- und Klimabedingungen. Das wirkt sich auch auf die Laborwerte des dort geernteten Safrans aus. Eine wissenschaftliche Vergleichsstudie zeigt das weiter unten im Detail.

Die klimatischen Voraussetzungen ähneln denen im Nachbarland Iran: kalte Winter, trockene Sommer und durchlässige Böden. Diese Bedingungen kommen dem Safran-Krokus (Crocus sativus) entgegen. Wie auch anderswo dauert die Ernte nur ein sehr kurzes Zeitfenster im Herbst. Die violetten Blüten öffnen sich nur wenige Tage lang, meist im Oktober. Pflückerinnen und Pflücker müssen sie jeweils am Morgen des Aufblühens ernten, bevor die Sonne die empfindlichen Narbenfäden austrocknet.

Wer die Ernte trägt: Frauen in der afghanischen Safranwirtschaft

Die Safranernte in Afghanistan ist überwiegend Frauenarbeit. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Afghanistan Saffron Union sind in der Erntesaison rund 50.000 Menschen beteiligt. Etwa 95 Prozent davon sind Frauen. Sie zupfen die drei feinen Narbenfäden von Hand aus jeder einzelnen Krokusblüte, eine Arbeit, die Geduld und Übung braucht. Für viele Familien in der Region ist die Safranernte eine wichtige zusätzliche Einkommensquelle geworden.

Frauen zupfen frisch geerntete Safranfäden aus Krokusblüten, typische Erntearbeit für Safran aus Afghanistan
Aus jeder Blüte werden nur drei feine Narbenfäden von Hand gewonnen.

Afghanischer Safran im Labor: Was eine aktuelle Studie zeigt

Wie schneidet Safran aus Afghanistan im direkten Vergleich zum iranischen ab? Eine Vergleichsstudie in der Fachzeitschrift Advances in Horticultural Science untersuchte Proben aus den sieben Bezirken der Provinz Herat. Dazu kamen Proben aus neun Dörfern rund um Torbat Heydarieh im Iran, einem der bekannten iranischen Anbaugebiete. Das Ergebnis: Der afghanische Safran erreichte im Schnitt die höchsten Crocin-Werte (Farbkraft, im Mittel 279,1) und Picrocrocin-Werte (Geschmack, im Mittel 101). Beim Safranal-Wert (Aroma) lag dagegen der iranische Safran vorn, mit durchschnittlich 34,2. Die insgesamt höchsten Qualitätswerte erzielte Safran aus Zendeh Jan in Herat. Die niedrigsten Werte stammten aus fünf der neun untersuchten Dörfer bei Torbat Heydarieh.

Wichtig für die Einordnung: Innerhalb beider Länder schwankt die Qualität von Bezirk zu Bezirk. Auch von Ernte zu Ernte gibt es teils deutliche Unterschiede. Ein pauschales „ein Land ist besser als das andere“ lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Beide Anbaugebiete liegen klimatisch und bodentechnisch nah beieinander.

Was das für den Kauf bedeutet

Für dich als Käufer heißt das vor allem eines. Die Herkunftsangabe Iran oder Afghanistan allein sagt noch nichts Verlässliches über die Qualität einer bestimmten Charge aus. Entscheidend sind stattdessen die tatsächlichen Laborwerte nach ISO 3632 und die Erntesaison. Genauso wichtig ist, wie frisch die Betriebe den Safran nach der Ernte verarbeiten. Mehr zu den Grundlagen liest du in unserem Artikel Was ist Safran eigentlich?. Die Qualitätsklassen erklären wir in Safran-Qualitätsstufen erklärt.

Saffron King bezieht seinen Safran direkt von Plantagenbesitzern in Iran und Afghanistan, ohne zusätzliche Zwischenhändler zwischen Ernte und Kunde. So kommt jede Charge von der jeweils neusten Ernte zu dir, unabhängig davon, aus welchem der beiden Anbauländer sie stammt.

Bist du dir unsicher, ob eine Safranprobe zuhause echt ist oder jemand sie gestreckt hat? Unser Artikel Echten Safran erkennen hilft dir weiter, mit einem einfachen Test zum Selbermachen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und erstellt und vor Veröffentlichung von Saffron King redaktionell geprüft.

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